AUS YOSHITHAS KÜCHE
Herzhaftes japanisches Rindscurry
Von Yoshitha ·

Das ist meine Variante eines authentischen japanischen Rindscurrys: ein dickflüssiger, glänzender und besonders wohltuender Eintopf mit einer ausgewogenen Mischung aus Würze, Süsse und kräftigem Umami. Anders als bei Eintöpfen, bei denen alles gleichzeitig in den Topf kommt, entsteht ein klassisches japanisches Curry in gezielten Schritten. Tief karamellisierte Zwiebeln bilden die süsse, kräftige Basis. Zum Schluss heben dunkle Schokolade, Sojasauce und Ahornsirup den Geschmack auf Restaurantniveau.
Der eigentliche Trick ist, das Gemüse je nach Garzeit nacheinander hinzuzugeben. Kartoffeln, Rüebli und Zucchetti behalten so ihre passende Konsistenz und werden nicht zu einem einheitlichen Brei. Das perfekte Wohlfühlessen für Regentage – und am nächsten Tag schmeckt es sogar noch besser.
Alle Zutaten bereitstellen
Für einen effizienten Ablauf beginnen wir diesmal mit den Zwiebeln. Zuerst die zwei Zwiebeln schneiden. Einen grosszügigen Esslöffel Ghee oder Butter in einem grossen Topf mit schwerem Boden bei niedriger Hitze erwärmen. Zwiebeln direkt dazugeben und langsam und sanft karamellisieren lassen.
Während die Zwiebeln süss und weich werden, bleibt Zeit für die übrigen Zutaten. Rindsragout in mundgerechte Stücke schneiden. 4 Knoblauchzehen in Scheiben und das 5 cm lange Ingwerstück in grosse, gut erkennbare Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen und in grosse Viertel teilen. Rüebli mit dem japanischen Rangiri-Schnitt vorbereiten: schräg schneiden und nach jedem Schnitt um eine Vierteldrehung weiterdrehen. So entstehen unregelmässige Stücke, an denen die dicke Sauce gut haftet. Zuletzt die Zucchetti schneiden. Wenn das Schneidebrett leer ist, sind die Zwiebeln goldbraun und bereit für den nächsten Schritt.






Die Hitze auf mittlere Stufe erhöhen und das Madras-Currypulver 30 Sekunden im Zwiebel-Fett-Gemisch rösten. Rindsragout, Knoblauch und die grossen Ingwerscheiben dazugeben. Das Fleisch aussen schön bräunen und vollständig mit den aromatischen Zwiebeln und Gewürzen überziehen.
7 dl Rindsbouillon, 1 EL Ketchup und 1 EL Sojasauce dazugiessen. Aufkochen, sofort auf niedrige Hitze reduzieren und mit einem gut schliessenden Deckel köcheln lassen. Das Fleisch braucht etwa 1–1.5 Stunden, bis es sich mit einer Gabel leicht einstechen lässt und wunderbar zart ist.
Sobald das Fleisch zart ist, die Kartoffelviertel direkt in die köchelnde Sauce geben. Etwa 10 Minuten garen, bis sie langsam weich werden. Dann die schräg geschnittenen Rüebli dazugeben. Wenn auch diese einige Minuten gekocht haben und weicher werden, die Zucchettischeiben hinzufügen.
Nun folgen die besonderen Geschmackszutaten: Ahornsirup und 3 Stücke dunkle Schokolade einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die schmelzende Schokolade gibt dem Curry eine tiefe mahagonibraune Farbe. Vor den Currywürfeln die Hitze vollständig ausschalten. 4 japanische Currywürfel zuerst in einer Kelle heisser Bouillon klümpchenfrei auflösen und dann in den Topf zurückrühren. Wieder auf niedrige Hitze stellen und offen weitere 5 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce dick und glänzend ist. Heiss auf gedämpftem weissem Reis mit traditionellen Umeboshi oder deinem liebsten eingelegten Gemüse servieren!
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Herzhaftes japanisches Rindscurry
Zutaten
Kräftige Basis und Fleisch
- 500 g Rindsragout, in mundgerechten Stücken (oder eine Eiweissquelle nach Wahl)
- 1 EL Ghee oder Butter
- 2 mittelgrosse Zwiebeln (oder 1 grosse), fein geschnitten
- 1 EL Madras-Currypulver
- 4 Knoblauchzehen, in Scheiben
- 1 5 cm grosses Stück frischer Ingwer, in grossen Scheiben
Flüssigkeit zum Schmoren
- 7 dl Rindsbouillon, mit 2 Bouillonwürfeln zubereitet
- 1 EL Sojasauce
- 1 EL Ketchup
Gemüse nach Garzeit
- 4 grosse Kartoffeln, geviertelt
- 2 mittelgrosse Rüebli, schräg geschnitten (Rangiri)
- 1 mittelgrosse Zucchetti, in Scheiben
Zum Verfeinern
- 3 Stücke dunkle Schokolade
- Ahornsirup nach Geschmack (etwa 1–2 TL)
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 4 japanische Currywürfel (eine halbe Standardpackung Golden Curry)
Zubereitung
- Zwiebeln ansetzen: Ghee, Butter oder Öl in einem grossen schweren Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Zwiebeln fein schneiden, dazugeben und unter gelegentlichem Rühren langsam karamellisieren lassen.
- Währenddessen vorbereiten: Rindfleisch würfeln, Knoblauch in Scheiben und Ingwer in grosse Scheiben schneiden. Kartoffeln vierteln, Rüebli schräg schneiden und Zucchetti in Scheiben teilen.
- Fleisch anbraten: Sobald die Zwiebeln weich, süss und kräftig goldbraun sind, auf mittlere Hitze erhöhen. Madras-Curry 30 Sekunden mitrösten. Rindfleisch, Knoblauch und Ingwer dazugeben und das Fleisch rundum bräunen.
- Schmoren: 7 dl Rindsbouillon, Sojasauce und Ketchup dazugiessen. Aufkochen, Deckel auflegen und bei niedriger Hitze 1–1.5 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist.
- Gemüse gestaffelt zugeben: Kartoffelviertel hinzufügen und zugedeckt 10 Minuten köcheln lassen. Rüebli dazugeben und garen, bis sie weich zu werden beginnen. Zuletzt die Zucchetti hinzufügen.
- Verfeinern: Ahornsirup, 3 Stücke dunkle Schokolade sowie Salz und Pfeffer nach Geschmack einrühren. Vorsichtig rühren, während die Schokolade schmilzt.
- Mit Curry-Roux binden: Hitze vollständig ausschalten. 4 japanische Currywürfel zuerst in einer Kelle heisser Bouillon klümpchenfrei auflösen und zurück in den Topf rühren. Auf niedriger Hitze offen weitere 5 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce dick und glänzend ist.
- Servieren: Die grossen Ingwerscheiben entfernen. Das Curry heiss mit gedämpftem weissem Reis und nach Belieben eingelegtem Gemüse oder Umeboshi servieren.
Video
Hinweise
Tipps zum Gelingen
- Die Eiweissquelle wählen: Das Rezept verwendet kräftiges Rindsragout, ist aber flexibel. Pouletschenkel, Schweinefleischstücke oder Tofu sind ebenfalls möglich. Poulet und Tofu benötigen deutlich weniger Schmorzeit als die 1–1.5 Stunden, die das Rindfleisch butterzart machen.
- Ingwer in grossen Scheiben: So gibt er sein frisches Aroma an die kräftige Bouillon ab, ohne die Konsistenz zu verändern. Die grossen Stücke lassen sich vor dem Servieren leicht herausnehmen.
- Warum die Hitze für Curry-Roux ausschalten? Mehl und Stärke in den japanischen Currywürfeln lösen sich in heisser, aber nicht kochender Flüssigkeit gleichmässiger. So verhinderst du Klümpchen in der fertigen Sauce.
- Der Rangiri-Schnitt: Schräges Schneiden bei gleichzeitigem Weiterdrehen des Rüeblis ergibt dicke Stücke mit mehreren Schnittflächen. Diese japanische Technik vergrössert die Oberfläche, sodass das Gemüse das Curryaroma gut aufnimmt und gleichmässig gart.
- Schokolade und Sirup ausprobieren: Dunkle Schokolade und Ahornsirup passen hervorragend in ein herzhaftes Gericht. Die Bitterkeit der Schokolade erinnert an die Tiefe einer lange gekochten Demi-glace, während der Sirup die kräftigen Madras-Gewürze ausgleicht.
Darum wirst du dieses Gericht lieben
- Proteinreich und herzhaft: 25.4 g Eiweiss pro Portion machen das Curry zu einer sättigenden, vollwertigen Hauptmahlzeit.
- Gemüse mit passendem Biss: Durch die gestaffelte Zugabe erhältst du zarte Kartoffeln und bissfeste Rüebli statt eines einheitlichen Breis.
- Umami wie im Restaurant: Karamellisierte Zwiebeln, langsam geschmortes Rindfleisch, dunkle Schokolade und Sojasauce erzeugen eine Geschmackstiefe wie in einem Tokioter Curryrestaurant.
- Ideal zum Vorkochen: Eintöpfe mit Kartoffelstärke und Curry-Roux schmecken nach dem Durchziehen besonders gut. Über Nacht im Kühlschrank verbinden sich die Gewürze, die Aromen werden intensiver und die Reste am zweiten Tag sind ein Genuss.




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